Ist die Muskatnuss giftig?

Wer zum Kochen Muskatnuss verwendet, wird sicher schon irgendwo gehört haben, dass sie giftig ist. Wir schauen uns an, was dran ist an der Frage: Ist die Muskatnuss giftig?

Die Wirkstoffe

In Muskatnüssen sind verschiedene Stoffe enthalten, die für den Geschmack und die Wirkung verantwortlich sind. Darunter sind verschiedene ätherische Öle wie zum Beispiel Myristicin, Safrol und Elemicin.

Myristicin

Myristicin ist ein natürliches halluzinogenes ätherisches Öl. Es kommt nicht nur in Muskatnüssen vor, sondern auch in Dill, Petersilie und Liebstöckel.

Elemicin

Elemicin löst ebenfalls Halluzinationen und Delirien aus.

Safrol

Safrol ist der wohl bekannteste Wirkstoff in der Muskatnuss. Durch ihn werden Halluzinationen und Delirien ausgelöst, wenn man ihn in größerer Menge zu sich nimmt. Es gibt zudem die Vermutung, dass Safrol Krebs auslöst. Bei Experimenten mit Ratten wurde eine größere Krebsneigung nachgewiesen. Außerdem schädigt es durch seine Abbauprodukte die Leber.

Die Wirkung – ist die Muskatnuss nun giftig oder nicht?

Die Muskatnuss enthält also Stoffe, die nicht gerade der Gesundheit zuträglich sind bzw. sogar giftig wirken. Allerdings wird eine solche Menge nicht erreicht, wenn man sein Essen normal damit würzt. Erwachsene zeigen erste Vergiftungserscheinungen ab ca. 4 Gramm Muskatnuss. Delirien und Halluzinationen beginnen ab ca. 20 Gramm. Jedoch sind die Angaben ungenau, da der Wirkstoffgehalt pro Nuss schwankt.

Für das Würzen von Speisen werden jedoch deutlich geringere Mengen verwendet.

Einem normalen Verzehr steht damit also nichts im Wege.

Schwangere oder Personen, die Leberprobleme haben, sollten jedoch vorsichtshalber auf den Verzehr von Muskatnüssen verzichten.

Fazit

Zum Würzen der Speisen ist die Muskatnuss fein gerieben unbedenklich und gibt dem Essen eine besondere Note. Als Rauschmittel ist sie eher ungeeignet, da sie eine unangenehme Wirkung mit Übelkeit, Kopfschmerzen und Orientierungslosigkeit hat. Zudem ist die Dosierung problematisch, was bei gleichen Mengen zu Überdosen führen kann.

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