Muskat Wirkung

Die Muskatnuss ist nicht nur ein hervorragendes Gewürz, sondern hat auch Eigenschaften und Wirkungen, die an Drogen erinnern. Allerdings treten diese nicht beim Verzehr in normalen Mengen auf.

Die Pflanze wurde daher neben dem Würzen von Gerichten auch als Heilpflanze eingesetzt. Hier betrachten wir die Wirkung der Muskatnuss auf die Gesundheit.

Bei übermäßigem Verzehr von Muskatnüssen besteht Lebensgefahr.

Wie viel Muskatnuss darf ich zu mir nehmen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei Erwachsenen treten erste Vergiftungserscheinungen bereits beim Verzehr von 4g Muskatnuss auf.

Bei 20 Gramm kommt es zu schweren Delirien. Diese können über mehrere Tage anhalten.

Jedoch liegen die üblichen Mengen, die beim Würzen von Speisen verwendet werden, deutlich darunter. So ist dabei nicht mit Vergiftungserscheinungen oder Rauschzuständen zu rechnen, da die Menge für eine schädliche Wirkung zu gering ist.

In einem Muskatstreuer befinden sich ca. 35g geriebene Muskatnuss.

Eine ganze Muskatnuss wiegt ca. 3 bis 8 Gramm.

Was man beim Verzehr von Muskat beachten sollte

Schwangere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sollten auf den Verzehr von Muskat verzichten, da es aufgrund der giftigen Wirkung der Muskatnuss zu (teilweise schweren) gesundheitlichen Problemen kommen kann. Außerdem wird der Muskatnuss eine menstruationsfördernde Wirkung nachgesagt.

Gesunde Menschen haben in der Regel keine Beschwerden, wenn sie die für die Zubereitung von Gerichten üblichen Mengen (Prise) verwenden.

Wie werden Muskatnüsse als Heilpflanze eingesetzt?

Muskatnüsse werden in der Regel bei folgenden Beschwerden zur Heilung oder Linderung eingesetzt:

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Probleme mit der Leber
  • Gicht
  • Magenkrämpfe
  • Rheuma
  • Schlaflosigkeit
  • Hautkrankheiten wie Flechten, Ekzemen oder Herpes
  • Gedächtnisschwäche
  • Herzschwäche

Allerdings gehört hier auch viel ins Reich der Placebos. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass keine Überdosierung eintritt. Bei Hauterkrankungen wie Flechten oder Ekzemen wird sie in der traditionellen Heilkunde in Form von Pulvern mit Wasser vermischt und auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.

Bei Erkrankungen des Verdauungssystems wird das Muskat gegessen.

Vergiftungserscheinungen und Rauschzustände

Erste Vergiftungserscheinungen können bereits ab 4 Gramm Muskatnuss auftreten. Dazu gehören Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Störungen des Gleichgewichtssinns, Übelkeit und Erbrechen. Bei Kleinkindern kann die Menge von 4 Gramm bereits tödlich wirken.

Problematisch ist jedoch, dass die Menge des Wirkstoffes in den Pulvern und Muskatnüssen unterschiedlich ist. Daher ist eine genaue Dosierung nicht möglich. Bei den für Lebensmittel verwendeten Mengen besteht aber keine Gefahr.

Verantwortlich für die Wirkung ist der Wirkstoff Safrol. Dieser steht jedoch im Verdacht krebserregend zu sein. Zudem schädigt er die Leber und Nieren.

Weitere hilfreiche Artikel und Links zum Thema:

Eine Liste mit Muskatmühlen, bei denen wir uns die Kundenbewertungen genauer angeschaut haben, ist hier.